Was sind Schleimbeutel?

Schleimbeutel sind kleine, nach allen Seiten abgeschlossene, Hohlräume. Ähnlich kleinen, flachen Taschen oder Kissen. Im Inneren der Schleimbeutel befindet sich eine geringe Menge Gelenkflüssigkeit. Die Innenwände der Hohlräume sind vollständig von einer Gelenkschleimhaut bedeckt. Durch diese Auskleidung und die Füllung mit Flüssigkeit erinnern die Schleimbeutel, oder auch Bursa synovialis, an weiche und sehr dünne Gel-Kühlpads.

Welche Funktion erfüllen Schleimbeutel im menschlichen Körper?

Die kleinen Gewebekissen dämpfen Stöße und Schläge, also Krafteinwirkungen von außen, oder fangen diese sogar vollständig ab. Auf diese Weise schützen die Schleimbeutel unter ihnen liegende Knochen, Sehnen, Bänder und alle anderen Gewebe. Zudem bewahren sie verschiedenste Strukturen vor den schädlichen Auswirkungen übermäßiger Reibung und großem Druck. Schleimbeutel erfüllen daher eine wichtige Schutzfunktion im menschlichen Körper und sorgen dafür, dass Gelenke reibungslos funktionieren können.

Wo sind Schleimbeutel zu finden?

SchultergelenkAufgrund ihrer polsternden Wirkung sind Schleimbeutel vor allem in empfindlichen und anfälligen, weil anderweitig ungeschützten Körperstellen zu finden. Gelenke zählen zu diesen sensiblen Stellen. Denn hier liegen Knochen und andere Gewebearten meist sehr weit an der Hautoberfläche und dicht aneinander. Selbst eine gut ausgebildete Muskulatur oder schützende Fettschichten können Krafteinwirkungen von außen in diesen Bereichen nur unzureichend dämpfen. Die normale Reibung, die bei Bewegung unweigerlich entsteht, würde ohne Schleimbeutel zudem zur rapiden Abnutzung führen.

Schleimbeutel als körpereigene Schutzpolster sind aber nicht nur in Gelenknähe vorhanden. Sie treten auch an Knochenvorsprüngen und an den Verbindungsstellen der Knochen und Sehnen auf. Außerdem können sie, je nach Belastung, neu gebildet werden. Und das selbst an ungewöhnlichen Stellen, wie beispielsweise Überbeinen.